Zählt die projizierte oder geneigte Dachfläche für den Ertrag?
Für den Regenwasserertrag zählt die projizierte Grundfläche des Dachs, also die Fläche von oben gesehen. Die geneigte Dachfläche ist für diese Frage zu groß, weil Regen auf die waagerechte Projektion trifft.
Bei einem Flachdach sind beide Werte praktisch gleich. Bei einem Satteldach oder Pultdach ist die geneigte Fläche größer als die projizierte Grundfläche: Sie beschreibt die tatsächliche Fläche der Dachhaut. Für Regenwasser wäre dieser Wert aber die falsche Eingabe, weil dadurch mehr Niederschlag angesetzt würde, als die Dachgrundfläche von oben abbekommt.
Anders ist es bei der Solarplanung. Der SolarCalc-Rechner für die Dachbelegung mit Solarmodulen nutzt die geneigte Fläche, weil dort die reale Modulfläche auf der Dachhaut zählt. Deshalb können zwei Rechner für dasselbe Dach bewusst unterschiedliche Flächenwerte verlangen.
Im Regenwasserertrags-Rechner ist das Feld deshalb als Dachfläche im Grundriss beziehungsweise projizierte Dachfläche gemeint. Wenn du nur Dachbreite und Sparrenlänge kennst, brauchst du für WasserTools nicht die schräge Dachfläche, sondern die Grundrissfläche, die dieses Dach überdeckt. Bei mehreren Dachflächen addierst du die projizierten Teilflächen, soweit sie an die geplante Regenwassernutzung angeschlossen sind.