Wie stark mindert der Filter den nutzbaren Regenwasserertrag?

Der Filter mindert den nutzbaren Regenwasserertrag um den Anteil, der beim Filtern, Spülen oder Überlaufen nicht in der Zisterne landet. Im Regenwasserertrags-Rechner ist das der letzte Faktor der Formel.

Wichtig ist die Abgrenzung: Der Filterwirkungsgrad sagt hier nichts über Trinkwasserqualität oder hygienische Eignung aus. Er beschreibt nur die Mengenbilanz. Ein Wirkungsgrad von 90 Prozent heißt: Von 100 Litern rechnerischem Dachabfluss werden 90 Liter als nutzbarer Zulauf angesetzt, 10 Liter gehen im Filter- und Anlagenbetrieb verloren.

Wie groß der Verlust ist, hängt vom Filtertyp, der Wartung und der Einbausituation ab. Ein einfacher Fallrohrfilter oder ein schlecht gereinigter Vorfilter kann mehr Wasser verwerfen als ein gut dimensioniertes Filtersystem mit günstiger Führung. Produktspezifische Werte gehören deshalb in die Herstellerunterlagen; ohne belastbaren Herstellerwert ist eine konservative Annahme sinnvoller als eine scheinbar genaue Zahl.

Für die Planung ist der Filterverlust vor allem dann relevant, wenn Ertrag und Bedarf knapp beieinander liegen. Bei einer sehr großen Dachfläche fällt ein paar Prozentpunkte Unterschied oft weniger ins Gewicht. Bei kleiner Dachfläche, trockenem Standort oder hoher Nutzung kann derselbe Verlust entscheiden, ob die Zisterne regelmäßig leerläuft.

Quellen