Fließdruck

Der Fließdruck ist der gewünschte Betriebsdruck am Entnahmepunkt, etwa am Gartenschlauch – er geht als Zuschlag in die Förderhöhe ein.

Der Fließdruck ist der Druck, der bei geöffneter Entnahmestelle noch anliegt. Er unterscheidet sich vom Ruhedruck: Ein geschlossenes System kann einen hohen Druck anzeigen, während bei laufendem Regner durch Rohrreibung und Verbraucher deutlich weniger ankommt.

Für die Pumpenauslegung wird der gewünschte Fließdruck in Druckhöhe umgerechnet. Ein bar entspricht ungefähr 10,2 m Wassersäule. Wer am Entnahmepunkt 2,5 bar erreichen will, braucht allein dafür rund 25,5 m Förderhöhe - zusätzlich zur geodätischen Höhe und zum Druckverlust der Leitung.

Der Pumpen-Förderhöhen-Rechner fragt deshalb ausdrücklich nach dem gewünschten Fließdruck am Entnahmepunkt. Die Einordnung nach Bewässerungstechnik und Betriebspunkt steht im Ratgeber Pumpe: Förderhöhe und Betriebspunkt verstehen.

Quellen

  • DIN 1988-300:2012-05 — Trinkwasser-Installationen, Ermittlung der Rohrdurchmesser

    DIN MediaNormGrundlage der Rohrnetzberechnung: Mindestfliessdrücke an Entnahmestellen und das Verfahren zur Rohrweitenbestimmung. Kostenpflichtig; die verlinkte Seite weist die Norm nach.Abruf: 29.08.2026

  • Darcy-Weisbach und Swamee-Jain

    WasserToolsAnnahmeDie Verlusthöhe folgt der Darcy-Weisbach-Gleichung, der Reibungsbeiwert der Swamee-Jain-Näherung; die Umrechnung Druck in Druckhöhe ergibt sich aus p = ρ·g·h mit ρ = 1000 kg/m³ und g = 9,81 m/s², woraus 1 bar rund 10,2 m Wassersäule werden. Das ist geschlossene Strömungsmechanik ohne empirische Konstante — nachrechenbar, nicht belegbedürftig. Belegbedürftig sind allein die angesetzten Rauheiten und Einzelwiderstände, und die sind Herstellerangaben der verbauten Teile.Abruf: 29.08.2026