Was ist die Förderhöhe einer Pumpe?
Die Förderhöhe einer Pumpe ist die gesamte Höhe in Metern Wassersäule, die eine Anlage der Pumpe abverlangt. Sie besteht aus dem Höhenunterschied, dem gewünschten Fließdruck am Entnahmepunkt und den Verlusten in Leitung, Filter, Bögen und Armaturen.
Der reine Höhenunterschied ist nur ein Teil davon. Wenn der Wasserspiegel in der Zisterne 4 m unter dem Regner liegt, sind diese 4 m die geodätische Höhe. Soll am Regner zusätzlich ein bestimmter Arbeitsdruck ankommen, wird dieser Druck in Meter Wassersäule umgerechnet und zur Förderhöhe addiert. Dazu kommt der Druckverlust: Lange, enge Leitungen und hoher Volumenstrom erhöhen den Widerstand.
Für die Pumpenauswahl zählt deshalb nicht die Frage „Wie tief liegt die Zisterne?”, sondern: Welche Gesamtförderhöhe entsteht bei der Wassermenge, die gleichzeitig fließen soll? Erst dieser Punkt lässt sich mit einer Pumpenkennlinie vergleichen. Eine Angabe wie „maximale Förderhöhe 45 m” beschreibt nur einen Randpunkt mit sehr wenig oder keinem Volumenstrom.
Der Pumpen-Förderhöhen-Rechner nutzt genau diese Aufteilung: geodätische Höhe, Fließdruck und Druckverlust. Prüfe die Förderhöhe deshalb immer zusammen mit dem gewünschten Volumenstrom, nicht als isolierte Meterangabe. Der Glossareintrag Förderhöhe bleibt die kurze Begriffserklärung; diese FAQ ordnet den Begriff in die praktische Pumpenauslegung ein.
Quellen
DIN 1988-300:2012-05 — Trinkwasser-Installationen, Ermittlung der Rohrdurchmesser
Darcy-Weisbach und Swamee-Jain