Wie groß sollte eine Regenwasserzisterne sein?

Eine Regenwasserzisterne sollte so groß sein, dass sie zum kleineren Wert aus jährlichem Regenwasserertrag und jährlichem Brauchwasserbedarf passt. Der Zisternengrößen-Rechner nutzt deshalb beide Vorwerte und gibt eine Bandbreite aus, keine einzelne Scheingenauigkeit.

Für die erste Orientierung brauchst du drei Größen: den nutzbaren Jahresertrag vom Dach, den jährlichen Bedarf für Haus und Garten und eine angenommene Trockenperiode. Der Ertrag kommt aus Dachfläche, Niederschlag, Dachart und Filterverlust. Der Bedarf hängt davon ab, ob Regenwasser nur für Gartenbewässerung oder auch für WC, Waschmaschine und Reinigung angesetzt wird.

Ein großer Tank löst nicht jedes Problem. Wenn der Bedarf deutlich höher ist als der Ertrag, bleibt die Zisterne trotz großem Volumen zeitweise leer. Wenn der Ertrag höher ist als der Bedarf, führt ein noch größerer Speicher nicht automatisch zu mehr Nutzung. Entscheidend ist die Jahresbilanz plus die Frage, wie lange trockene Phasen überbrückt werden sollen.

Der Ratgeber Zisternengröße richtig bestimmen erklärt den Unterschied zwischen Nutzvolumen und Nennvolumen. Das Rechnergebnis beschreibt das nutzbare Speichervolumen; der gekaufte Tank kann größer sein, weil Überlauf, Zulaufberuhigung und Restwasser über der Pumpe Platz brauchen.

Für die Produktauswahl heißt das: erst Nutzvolumen plausibilisieren, dann die Einbausituation prüfen. Ein handelsübliches Nennvolumen wird erst danach sinnvoll vergleichbar.