Freier Auslauf
Der freie Auslauf ist eine Luftstrecke zwischen Trinkwasserleitung und Brauchwassersystem – sie verhindert, dass Brauchwasser ins Trinkwassernetz zurückfließt.
Der freie Auslauf trennt eine Trinkwasserleitung sichtbar vom Brauchwassersystem. Zwischen Zulauf und höchstmöglichem Wasserstand bleibt eine Luftstrecke. Dadurch kann Regenwasser auch bei Druckschwankungen nicht in die Trinkwasserleitung zurückgedrückt oder zurückgesaugt werden.
Bei Regenwasseranlagen ist der freie Auslauf vor allem bei der Trinkwassernachspeisung wichtig. Wenn die Zisterne leer ist, darf Trinkwasser nicht über eine direkte Rohrverbindung in das Brauchwassernetz gelangen. Die Nachspeisung muss über eine geeignete Sicherungseinrichtung erfolgen; der freie Auslauf ist die anschauliche Grundform dieser Trennung.
Die Trinkwasserverordnung fordert bei vorhandener Nichttrinkwasseranlage dauerhaft unterscheidbare Leitungen, gekennzeichnete Entnahmestellen und eine Sicherung gegen Verwechslung (§ 13 Absatz 4 TrinkwV). Der freie Auslauf löst nicht die gesamte Fachplanung, aber er zeigt das Prinzip: Trinkwasser und Regenwasser dürfen sich nicht vermischen. Der Ratgeber Betriebskosten und Trinkwasserschutz bei Regenwasseranlagen ordnet das im Zusammenhang mit Betriebskosten und Hausinstallation ein.
Die FAQ Muss Regenwasser vom Trinkwassernetz getrennt werden? beantwortet die kurze Sicherheitsfrage und verweist auf den freien Auslauf als Kern der Nachspeisung.