Hauswasserwerk
Ein Hauswasserwerk kombiniert Pumpe, Druckbehälter und Steuerung in einem Gerät – es hält den Druck im Leitungsnetz auch bei wechselndem Verbrauch konstant.
Ein Hauswasserwerk ist eine Pumpeneinheit mit Druckbehälter und Steuerung. Es schaltet die Pumpe nicht bei jedem kleinen Wasserstoß sofort ein, sondern hält einen Druckbereich im Leitungsnetz. Das ist praktisch für Gartenanschlüsse, WC-Spülung oder Waschmaschine, wenn Regen- oder Brunnenwasser als Brauchwasser genutzt wird.
Der Unterschied zur Tauchpumpe liegt im Einbauort: Ein Hauswasserwerk steht außerhalb von Zisterne oder Brunnen und saugt über eine Leitung an. Diese Ansaughöhe ist physikalisch begrenzt. Theoretisch sind bei Normluftdruck etwa 10,33 m möglich; praktisch gelten bei Kreiselpumpen etwa 7 bis 8 m als Grenze. Eine stärkere Pumpe kann diese Grenze nicht ausgleichen.
Für die Auslegung zählen trotzdem dieselben Grundgrößen wie bei anderen Pumpen: Förderhöhe, gewünschter Fließdruck und Volumenstrom. Der Pumpen-Förderhöhen-Rechner berücksichtigt deshalb die Pumpenart und warnt bei kritischer Ansaughöhe. Den Zusammenhang mit dem Betriebspunkt erklärt der Ratgeber Pumpe: Förderhöhe und Betriebspunkt verstehen. Die FAQ Tauchpumpe oder Hauswasserwerk für die Gartenbewässerung? grenzt die beiden Gerätearten für die erste Vorentscheidung ab.